Wandertouren - Castello Provenzale Rundweg

Eine der beeindruckendsten Rundtouren des gesamten Valle Maira, deren moderater Höhenunterschied und geringe Länge sie auch für Familien geeignet macht. Das Panorama wird beherrscht von den schwindelerregenden Wänden der Castello-Provenzale-Gruppe, wo man nicht selten Seilschaften von Alpinisten bei ihren Klettereien beobachten kann.

Die Rocca Provenzale: Geschichte eines eingelösten Gelübdes.

Die Rocca Provenzale verdankt ihren Namen einer legendären Begebenheit aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

Don Agostino Provenzale, Pfarrer des Weilers Lausetto di Acceglio, wurde während des Ersten Unabhängigkeitskrieges (1848–49) zum Militärdienst einberufen. Während der Schlacht bei Novara wurde sein Pferd vom Feind getötet, und er selbst wurde verwundet. Um den Österreichern zu entkommen, die verwundete Soldaten mit dem Schwert töteten, entschloss er sich, sein eigenes Pferd aufzuschneiden und sich in dessen Innerem zu verstecken. Er versprach, dass er, falls er gesund und lebendig nach Hause zurückkehren sollte, ein Kreuz auf jenem gewaltigen Felssporn errichten würde, der über dem Dorf Chiappera aufragt.

Als ihm dies gelang, stellte er ein zwei Meter hohes Holzkreuz auf den Gipfel des Berges, der von da an von allen als „Rocca Provenzale“ bezeichnet wurde. Die Erstbesteigung der Rocca Castello erfolgte hingegen im Jahr 1908 durch Vittorio Sigismondi. 1930 gelang die erste Besteigung des Torre Castello durch Virgilio Gedda, begleitet vom Pfarrer von Chiappera, Don Agnese.

DAS ITINERARIO

Höhenunterschied: 680 m

Maximale Höhe: Colle Greguri, 2.319 m

Gehzeit: 4 Stunden

Vom Campo Base kehrt man entlang des Baches auf der Asphaltstraße in Richtung Chiappera zurück und nimmt an der Gabelung den linken Abzweig. Kurz nach der zweiten Kehre biegt man auf den rechten Pfad ab – Wegweiser, 1.670 m – der sich mit mäßiger Steigung durch die Wiesen hinaufschlängelt und etwas oberhalb der verfallenen Grangia Agnelli – 1.790 m – den Pfad von Chiappera aufnimmt.

Auf etwa 2.150 m ignoriert man den Abzweig rechts zum Colle di Rui und folgt dem Hauptweg, der in dichten Kehren den Colle Greguri – 2.319 m – erreicht. Am Pass, zwischen der Rocca Castello – 2.452 m – und dem Monte Eighier – 2.574 m – gelegen, befindet sich eine strenge Kasemattenstellung des Vallo Alpino, im Frühling ein wahrer Anziehungspunkt für große Gruppen von Steinböcken.

Hinter dem Pass führt der Pfad durch weite Wiesen mit herrlicher Aussicht auf die Rocca Castello, die Stroppia-Wasserfälle und das obere Vallone del Maurin. Ein letzter steiler Abschnitt führt in die Nähe der Grange Rivero; nach der Bachquerung geht es weiter zu den Grange Collet, wo man die Schotterstraße ignoriert und der linken Maultiertrasse folgt, die in die Nähe der Grange Ciarviera führt. Man überquert die Straße und folgt dem alten Maultierpfad zur Basis der Stroppia-Wasserfälle – Ausgangspunkt des Dino-Icardi-Weges –, von wo aus man in wenigen Minuten zur Rifugio Campo Base zurückkehrt.

Bergsportarten sind potenziell gefährliche Aktivitäten und sollten nur mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung unternommen werden. Wir empfehlen, vor einer Tour den Wetter- und Lawinenbericht zu prüfen und/oder sich für eine Begleitung an einen Guide zu wenden. Campo Base S.r.l. übernimmt keine Verantwortung für die hier gegebenen Ratschläge und Routen, die individuell in Abhängigkeit von den Wetter- und Schneeverhältnissen bewertet werden müssen.

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