Wandertouren - Frassati Weg

Die Seen Visaisa und Apzoi, die Befestigungsanlagen der Vallo Alpino und die Hochplateaus zwischen den Wänden des Oronaye und des Sautron: eine reiche und lohnende Wanderung auf dem Pfad, der dem seligen Turiner Pier Giorgio Frassati gewidmet ist, Sohn des Gründers der Zeitung La Stampa und ein tiefgründiger Kenner der Berge.

Die im Abstieg begangene Militärstraße gehört zu den spektakulärsten des Tals. Zwischen 1940 und 1943 im Rahmen eines umfangreichen Ausbauprojekts der Vallo Alpino von über 250 Männern errichtet, wurde sie auf fünf der geplanten sechs Kilometer fertiggestellt. Die Arbeiten wurden durch den Waffenstillstand vom 8. September 1943 unterbrochen – und nie wieder aufgenommen.

Kurz nach Saretto, auf dem Weg zu den Sorgenti del Maira, lohnt sich ein Besuch des Militärfriedhofs. Er wurde 1940 zur Bestattung der Gefallenen des italienisch-französischen Konflikts errichtet, jedoch 1952 durch eine Lawine schwer beschädigt. Im Jahr 1955 wurden die Sterblichen Überreste den Familien zurückgegeben. Heute zeugen nur noch die Überreste des Denkmals und ein vom Wetter gezeichneter Holzkreuz von den durch den Krieg gebrochenen Leben.

Viele dieser Soldaten gehörten der Grenzwache (Guardia alla Frontiera) an, deren Wahlspruch „Dei Sacri Confini Guardia Sicura“ noch immer am Sockel des Fahnenmasts der Verteidigungskaserne am Passo della Cavalla zu lesen ist.

DIE ROUTE

Höhenunterschied: 930 m
Höchster Punkt: Passo della Cavalla, 2.539 m
Gehzeit: 5 Stunden

Der Ausgangspunkt liegt bei den Sorgenti del Maira, die mit dem Auto ab Saretto erreichbar sind. Vom Parkplatz folgt man dem markierten Pfad, der nach wenigen Minuten auf die Militärstraße Saretto – Grange Pausa trifft. Diese wird überquert, und der Weg steigt durch einen Lärchenwald mit zahlreichen Kehren bis zu einem Sattel auf 2.001 m, mit herrlichem Blick auf den Lago Visaisa.

In der Nähe befinden sich die Ruinen des ehemaligen Albergo Rifugio Principi di Piemonte, das 1924 abgebrannt ist, sowie die Überreste einer militärischen Seilbahn.
Der Pfad setzt sich in einem langen Querweg nach links fort, gefolgt von steileren Kehren, die zu einem Absatz am Fuß der imposanten Nordwand des Auto Vallonasso führen. Nur wenige Schritte weiter erreicht man mit einer kurzen Abzweigung das Bivacco Bonelli – 2.330 m.

Der Blick auf den Lago d’Apzoi, eingebettet am Fuße der Geröllrinnen des Monte Oronaye, ist von außergewöhnlicher Schönheit.
Zurück auf dem Hauptpfad betritt man ein weites Almplateau und passiert mehrere Höhlenzentren der Vallo Alpino, die nach dem Friedensvertrag von 1947 zerstört wurden.
Ein letzter Querweg führt zum Passo della Cavalla – 2.539 m.
Am Übergang sind die vier Blockanlagen der Zentren 4 und 5, zahlreiche Stacheldrahtreste und Regenwassersammelbecken der darunter liegenden Kaserne zu sehen.

Vom Pass aus kann man über den Colle Aguya und dann über den Kamm leicht den Monte Soubeyran – 2.701 m – erreichen.

Nach dem Pass – oft bis weit in die Saison hinein mit Schneeresten bedeckt – beginnt der Abstieg auf der Militär-Maultiertrasse, die, an der Punta Bessiè vorbeiführend, ins Vallone della Pausa hinabführt, eingerahmt von den mächtigen Wänden der Viraysse und des Sautron.
Die Militärstraße verlassend, folgt man dem Abstieg über die Grashügel der Prati del Murtier, bis man bei den Grange Pausa wieder auf die Militärstraße trifft. Diese führt mit fünf Kehren, die von mächtigen Stützmauern getragen werden, und einem langen, panoramischen Querweg zurück zu den Sorgenti del Maira.

Bergsportarten sind potenziell gefährliche Aktivitäten und sollten nur mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung unternommen werden. Wir empfehlen, vor einer Tour den Wetter- und Lawinenbericht zu prüfen und/oder sich für eine Begleitung an einen Guide zu wenden. Campo Base S.r.l. übernimmt keine Verantwortung für die hier gegebenen Ratschläge und Routen, die individuell in Abhängigkeit von den Wetter- und Schneeverhältnissen bewertet werden müssen.

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