Wandertouren - Icardi Weg
Ein wunderschöner Hochgebirgs-Rundweg, mit Start an der Basis der Stroppia-Wasserfälle.
Die Route, aufgrund ihrer Länge und des großen Höhenunterschieds, ist geübten Wanderern vorbehalten. Sie führt durch einige der schönsten und wildesten Orte des oberen Mairatals und bietet ein außerordentlich lohnendes Erlebnis, das besonders zu Beginn des Sommers zu empfehlen ist, wenn die Stroppia-Wasserfälle – der höchste natürliche Wasserfall Italiens – ihre volle Kraft entfalten.
Der Weg ist dem Bergsteiger Dino Icardi aus Dronero gewidmet, der 1988 verunglückte.
Die Tour kann in zwei Tage aufgeteilt werden, mit Übernachtung im Bivacco Barenghi – 2.815 m – immer geöffnet, am Ostufer des Lago del Vallonasso.
Das Biwak ist Giuseppe Barenghi, einem Mailänder Alpinisten und Erstbesteiger des Monte Api im Himalaya, gewidmet. Es kann auch als Stützpunkt für Besteigungen der vielen Gipfel in der Umgebung genutzt werden, darunter:
Tête de la Fremo – Schwierigkeit E / Buc de Nubiera – Schwierigkeit PD (max. III) / Brec de Chambeyron – Schwierigkeit PD (max. IV) / Aiguille de Chambeyron – Schwierigkeit PD (II+ / max. III) / Tête de l’Homme – Schwierigkeit F (max. II)
DIE ROUTE
Höhenunterschied: 1.260 m
Höchster Punkt: Colle Gippiera, 2.950 m
Der erste Abschnitt des Weges führt über den Schuttkegel am Fuß der Wasserfälle, überwindet einen ersten Felssprung und erreicht dann die Mulde der Lac Ars – 2.050 m. Der Pfad überquert anschließend die Felsbastion auf in den Fels geschlagenen Passagen, die 1939/40 von den Alpini des Bataillons Valcamonica angelegt wurden – eine Inschrift auf einem Stützmauer-Stein erinnert daran – und erreicht zunächst das Bivacco Stroppia – 2.260 m – auf einer aussichtsreichen Terrasse gelegen, und danach den Passo dell’Asino – 2.309 m – der ins großartige Vallonasso di Stroppia einführt.
Hinter dem Lago Niera, dessen Wasser die Wasserfälle speist, gewinnt der Pfad weiter an Höhe in diesem hängenden Tal, im Angesicht der Wände des Buc de Nubiera und des Brec de Chambeyron.
In Hauptrichtung bleibend erreicht man den Lago del Vallonasso, an dessen Ufer das Bivacco Barenghi – 2.815 m – steht. Vom Biwak empfiehlt sich der Aufstieg zum Colle di Gippiera, an der italienisch-französischen Grenze, von wo sich ein wunderbarer Blick über den Lago dei Nove Colori und die kühnen Grate der Aiguille de Chambeyron bietet.
Vom Bivacco Barenghi führt der Weg nach Süden in Richtung Finestra di Stroppia, erreicht den Lago della Finestra – 2.794 m – und den Colle dell’Infernetto – 2.783 m.
Der Abstieg durch den steilen Geröllkanal – bis weit in die Saison hinein verschneit – erfordert Aufmerksamkeit, wird aber durch ein Fixseil erleichtert.
Das Tal öffnet sich schließlich zu weiten Weiden und mündet ins Vallone del Maurin, wo eine bequeme Schotterstraße zurück zum Ausgangspunkt führt.
Bergsportarten sind potenziell gefährliche Aktivitäten und sollten nur mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung unternommen werden. Wir empfehlen, vor einer Tour den Wetter- und Lawinenbericht zu prüfen und/oder sich für eine Begleitung an einen Guide zu wenden. Campo Base S.r.l. übernimmt keine Verantwortung für die hier gegebenen Ratschläge und Routen, die individuell in Abhängigkeit von den Wetter- und Schneeverhältnissen bewertet werden müssen.
